Zweitmeinung

Welche Therapie passt zu mir? Vor dieser Entscheidung stehen Männer und deren Angehörige, wenn diese den ersten Schreck der Diagnose überwunden haben und beginnen, sich dem Thema Prostatakrebs rational zu nähern. Diese Frage ist nicht nur für Patienten sehr komplex. Es ist deswegen eine sehr gute Entscheidung, eine zweite Meinung einzuholen. Dies gilt nicht nur für den Freundeskreis oder Betroffenen-Verbände, wie zum Beispiel den zahlreichen Selbsthilfegruppen, sondern auch für einen weiteren Arzt.

Eine Hilfe bei der Entscheidung bieten die Leitlinien der „Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V.“. Die hier aufgeführte Leitlinie bezieht sich allerdings auf alle forschenden Einrichtungen Deutschlands. Die daraus entstehenden Mittelwerte bilden nicht unbedingt die Prognose in einer spezialisierten Klinik ab.

Eine weitere Hilfestellung, die auch unsere Ärzte individuell für jeden Patienten verwenden, sind die sogenannten Nomogramme. Die rein statistisch basierten Tools vermitteln einen Eindruck von der Risikoverteilung bei unterschiedlichen Therapien, und zwar individuell angepasst. Wichtig ist hierbei zu beachten, dass es sich um statistische Werte und nicht um garantiert eintretende Ereignisse handelt.

http://www.mskcc.org/cancer-care/adult/prostate/prediction-tools

Neben den Leitlinien ist auch das persönliche Angst- und Risikomuster jedes Mannes individuell zu betrachten. Für manche Männer kann Beobachten und Abwarten durchaus eine gute Entscheidung sein. Für andere ist allein der Gedanke, dass ein Tumor in ihnen wächst, nicht zu ertragen.

Unsere Empfehlung: Sprechen Sie mit unterschiedlichen Menschen und Institutionen, um ein breites Spektrum an Meinungen zu bekommen und treffen Sie dann gemeinsam mit Ihrer Familie eine Entscheidung, zu der Sie dann auch stehen können.

Finden Sie eine Selbsthilfegruppe in Ihrer Nähe http://www.prostatakrebs-bps.de/

Wenn Sie von uns eine Zweitmeinung bekommen möchten, sprechen Sie uns gerne an.