Prostatakrebs

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern und weltweit die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache(Quelle: DKG). Allerdings besteht eine sehr gute Chance auf Heilung, wenn die Erkrankung – etwa im Rahmen einer Früherkennungsuntersuchung – erkannt wird. Dann können unsere Patienten meist auch zwischen verschiedenen Therapieverfahren entsprechend ihrer persönlichen Voraussetzungen wählen.

Früh erkannt kann dieser Krebs geheilt werden

Hinter Prostatakrebs stehen bösartige Zellen im Gewebe, die sich in der etwa kastaniengroßen Vorsteherdrüse bilden. Besonders häufig tritt Prostatakrebs in Europa und Nordamerika auf, während Männer in China und Japan vergleichsweise selten betroffen sind (Quelle Prostata.de). In Deutschland erkranken jährlich gut 60.000 Männer an Prostatakrebs (Quelle: Robert Koch Institut, 2008).

Mittlerweile konnten eine ganze Reihe von Risikofaktoren nachgewiesen – und mancher Irrglaube widerlegt werden: So ist Prostatakrebs keine Erkrankung des Alters. Der jüngste Patient, den wir im PZNW betreut haben, war zum Zeitpunkt seiner Operation 37 Jahre alt.

Die meisten unserer Prostatakrebspatienten sind zwischen 55 und 65 Jahre alt. Laut Deutscher Krebsgesellschaft steigt die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung zwischen dem 50. und 85. Lebensjahr bis auf das 40-Fache an. Außerdem spielen unter anderen folgenden Risikofaktoren eine wichtige Rolle:

» Genetische Veranlagung: Fälle von Prostatakrebs innerhalb der nahen Verwandtschaft erhöhen das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken. Wenn also bereits ein Familienmitglied Prostatakrebs hatte, sollten Männer die Möglichkeit der Früherkennung auch vor dem 45. Lebensjahr nutzen.

» Ernährung: Fettreiche, ballaststoffarme Kost mit einem hohen Anteil an rotem Fleisch erhöht das Risiko von Prostatakrebs.

» Vitamin-D-Mangel: Ein Mangel an Vitamin D, das vor allem durch ultraviolette Sonneneinstrahlung entsteht, begünstigt die Entstehung von Prostatakrebs.

» Metallisches Kadmium: Wer wie Landwirte und Arbeiter beruflich mit metallischem Kadmium Kontakt hat, ist wahrscheinlich einem erhöhten Prostatakrebsrisiko ausgesetzt.

Möglicherweise spielen auch das Sexualverhalten, Viren und andere Faktoren eine Rolle. Hier fehlen jedoch noch verlässliche Ergebnisse. Weitere Informationen