Behandlung

Bestätigt sich der Verdacht einer gutartigen Prostatavergrößerung haben die Patienten die Möglichkeit, sie medikamentös oder operativ zu behandeln.
Für die medikamentöse Behandlung stehen pflanzliche Präparate (Phytopharmaka) sowie zwei chemisch hergestellte Wirkstoffgruppen zur Verfügung. Während die Wirkung der pflanzlichen Präparate bislang noch ohne wissenschaftliche Beleg ist, konnte er für α-1-Rezeptorblocker wie Tamsulosin = Alna® und Omnic®, sowie für 5-α-Reduktasehemmer, z.B. Finasterid = Proscar® erbracht werden. Beide Wirkstoffgruppen unterbinden die Einwirkung von Testosteron auf die Prostata und sorgen dafür, dass sich die Prostata verkleinert und  die Beschwerden oft und meist über Jahre gut unter Kontrolle sind.

Reicht die medikamentöse Therapie nicht mehr aus, um die Beschwerden zu lindern oder wird die Niere zu stark in Mitleidenschaft gezogen, kann die gutartige Wucherung  ausgeschält werden. Dafür stehen nutzen wir vor allem zwei etablierte Standardverfahren: Die minimal-invasive Abtragung der überschüssigen Gewebe mit Schlingen durch die Harnröhre (transurethrale Resektion) oder bei starker Vergrößerung auch durch eine offene Operation (suprapubische Prostataresektion). Die offene Operation ist allerdings oft belastend für die Patienten. Auch verlieren die Patienten ihre Zeugungsfähigkeit  – nicht aber Erektion und Orgasmusgefühl.